


Noch immer gibt es viele Jugendliche und junge Erwachsene ohne eine Berufsausbildung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von einer abgebrochenen Lehre über Probleme mit dem Migrationshintergrund bis hin zu persönlichen Gründen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften.
Das Projekt „Nachqualifizierung Nordbayern“ (NANO) gründet auf dem Projekt Perspektive Berufsabschluss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond gefördert. Unter der Federführung der Beruflichen Fortbildungszentren der bayerischen Wirtschaft (bfz) unterstützt NANO un- und angelernte junge Erwachsene ohne Berufsabschluss und will die Netzwerkarbeit aller am Ausbildungsprozess Beteiligten zur Umsetzung von Teilqualifikationen fördern.
In diesem Rahmen fand vor kurzem die Auftaktveranstaltung des bis 2012 laufenden Projektes statt, bei der neben dem Bürgermeister der Stadt Aschaffenburg, Werner Elsässer, der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Aschaffenburg Herr Franz, der Leiter der Ausbildungsabteilung der IHK Aschaffenburg Herr Schwager sowie zahlreiche weitere Gäste anwesend waren. Herr Elsässer betonte als Bürgermeister das große Interesse der Stadt an diesem Projekt und sicherte seine Unterstützung zu. Auch Raimund Kempf, Teamleiter der Agentur für Arbeit, unterstrich die Bedeutung der Vernetzung aller Beteiligten als Voraussetzung für eine effektive Unterstützungsleistung.
Frau Dauser vom Forschungsinstitut Beruflichen Bildung, wies in ihrem Beitrag u.a. auf das Ziel des Strukturverbesserungsprogrammes hin, durch Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen modulare Nachqualifizierung für un- und angelernte junge Erwachsene ohne Berufsabschluss nachhaltig zu verankern und damit gleichzeitig den wachsenden Fachkräftemangel zu senken. Der Aufbau von Informations-, Beratungs- und Vernetzungsstrukturen zusammen mit allen wichtigen regionalen Akteuren, wie Kammern, Trägern der Arbeitsförderung und Grundsicherung für Arbeitsuchende, allen Bildungsdienstleistern, Interessensvertretungen der Zielgruppe, Wirtschaft und Politik, sei, so Dauser, ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. Dessen Intention ist es bei bestehenden Netzwerken anzuknüpfen und diese zu erweitern, die Nachhaltigkeit zu sichern und den Transfer von Konzepten und Umsetzungsstrategien mit Modellcharakter auf weitere Regionen auszubauen anstatt nur vereinzelte Insellösungen zu schaffen.
Ziel des Projektes ist es, so Lucia Aechtle, die zuständige Ansprechpartnerin für den Standort Aschaffenburg, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um Nachqualifizierungen langfristig ermöglichen zu können.
Die abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung ist nicht auf Bayern beschränkt, sondern findet in 22 regionalen Vorhaben in 12 Bundesländern statt.
Weitere Informationen:
bfz gGmbH
Ansprechpartnerin für NANO
Lucia Aechtle
Tel.: (0 60 21) 41 76-1 78
E-Mail: aechtle.lucia@ab.bfz.de
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