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Keltendorf Gabreta

Foto: Logo Keltendorf GabretaLeben und arbeiten wie zur Zeit der Kelten

Geschichte zum Erleben und Anfassen bietet das archäologische Keltendorf Gabreta in der Nähe von Ringelai im Bayrischen Wald. Die Besucher dieser Attraktion können dort hautnah Geschichte erleben und begreifen, indem sie selbst aktiv am keltischen Leben teilnehmen.

Den Anstoß für das Projekt gaben Funde des Bauern und Hobbyarchäologen Paul Freund aus Ringelai. Auf seinen Äckern hatte er seit Jahrzehnten mehr als 30.000 alte Scherben und Steine zusammengetragen, unter denen nach Einschätzung der Universität Passau auch Stücke aus keltischer Zeit waren. Diese Erkenntnis war um so überraschender, als man bisher glaubte, dass der Bayerische Wald erst im Mittelalter und im Zuge der Industrialisierung durch die Glashütten besiedelt wurde. 
 
Angesichts dieser Fundstücke hatte Udo Jarczynski, Leiter der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in Passau, zusammen mit anderen die Idee, im Bayerischen Wald ein keltisches Dorf aufzubauen. Das Projekt Gabreta war geboren.

Ab März 1998 errichteten auf einem Hügel im Gemeindegebiet Ringelai insgesamt 49 Langzeitarbeitslose und 50 arbeitslose Jugendliche aus der Region - zum Teil im Rahmen des Jugendsofortprogramms der Bundesregierung - sechs historische Kelten-Häuser. Die Gebäude entstanden nach Grundrissen aus der Zeit zwischen 1200 und 200 v. Chr., die bei Ausgrabungen in Bayern und Böhmen gefunden worden waren. Alles wurde originalgetreu aufgebaut; Holznägel, Schindeln und Schilfdächer wurden nach alten Techniken selbst angefertigt. Darüber hinaus entstanden z. B. Ackerterrassen, ein Backofen und eine Pferdekoppel.

Foto: Nächtliches Lichterspiel auf GabretaDie am Aufbau des Dorfes beteiligten Arbeitslosen wurden von Fachleuten des bfz in verschiedenen handwerklichen Bereichen qualifiziert: z. B. im Holzbau, im Landschafts- und Gartenbau, aber auch in alten Handwerks-techniken wie Lehmbau und Flechtwerk. Bestandteil der ABM waren aber auch die Förderung sozialer Kompetenzen, ein Bewerbungstraining und Kenntnisse der tschechischen Sprache, um anschließend auf dem Arbeitsmarkt besser Fuß fassen zu können.

Das bfz hat sich als Betreiber ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und will mit einem abwechslungsreichen Programm das Dorf mit Leben erfüllen: Die Besucher sollen das Dorf so erleben, als wären die Kelten gestern erst auszogen!

Die weiteren Beteiligten an diesem Projekt:

Im Internet:

Es folgt ein externer Link in einem neuen Fenster: www.gabreta.de