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Neues aus dem bfz Aschaffenburg

„Wein erzeugt Toleranz“

Wie kann ein Getränk „Toleranz" erzeugen? Durch seine beinahe einzigartige Vielfalt, der fast jeder Genießer etwas abgewinnen kann und bei der nicht einer dem anderen den Geschmack absagen kann, nur weil der einen anderen Wein bevorzugt als jener.

Foto Weinakademiker D. Wolfgang StaudtDr. Wolfgang Staudt (WSET Weinakademiker) aus Babenhausen/Hessen äußerte diesen Satz innerhalb seines dreieinhalbstündigen Weinseminares im Jugendhilfebetrieb   „Savarini" der gfi gGmbh Aschaffenburg. Hintergrund des Weinseminars war die bevorstehende praktische Prüfung einiger Auszubildender zum Koch sowie zur Fachkraft im Gastgewerbe. Da innerhalb des Kantinenbetriebs die Weinkunde aus verständlichen Gründen wenig vermittelt werden kann, wurde kurzerhand ein externer Referent engagiert.

Dr. W. Staudt verstand es mit vielen praktischen Übungen die 13 Auszubildenden, ihre Ausbilder und Lehrkräfte in seinen Bann und den des Weines zu ziehen. Begonnen wurde das Seminar mit wichtigen theoretischen Fakten zur Weinkunde. Da wurde von Arten und Rebsorten, Oechsle, Lagerung, dem Zusammenhang von Zucker und Alkohol gesprochen und alle Fragen genauestens beantwortet.

Foto Weinseminar Löffel mit GeschmacksprobenUm den Azubis jedoch die Geschmackswahrnehmung, das haptische Wahrnehmen, zu verdeutlichen, wurde ein Experiment in fünf Schritten gestartet. Nacheinander durften die Jugendlichen und Erwachsenen zuerst einen großen Löffel Joghurt pur, dann mit einem kleinen Löffel Erdbeermarmelade, als nächstes Joghurt-Erdbeermarmelade-Apfelstückchen, danach Joghurt-Erdbeermarmelade-Apfelstückchen-Walnussstückchen und zum Schluss alle Zutaten mit einem kleinen Stück Zwieback versehen, verköstigen. Eine wahre Geschmacksexplosion begegnete den Teilnehmern. Nach jedem neuen Versuch sollten die „Koster" versuchen, ihre Eindrücke in Worte zu fassen und sich so über ihre Wahrnehmungen Klarheit verschaffen. Ein Experiment, das zum Nachahmen empfehlenswert ist und auf Grund seiner Einfachheit leicht selber durchgeführt werden kann.

Weinseminar GruppenfotoAnschließend begann die Weinverköstigung mit einem Glas Sekt. Herr Dr. Staudt wies auf die Feinheiten von Schaumwein hin. So kann der Laie anhand von aufsteigenden Perlen im Sektglas die Güte des Schaumweines erkennen. Je kleiner die Perlen, desto hochwertiger ist das Produkt.
Zehn ausgesuchte, teils sehr hochwertige Weine wurden den Teilnehmern von Herrn Dr. Staudt nun vorgestellt und durften probiert, aber nicht geschluckt werden. Durch das Schwenken und Abdecken des Glases konnte sich das Bouquet voll entfalten, durch Vergleiche zweier Weinproben konnten die Unterschiede festgestellt werden. Von Müller Thurgau, Weißherbst, Chardonnay und Gewürztraminer bis hin zu einem exklusiven Tawny Port wurde für fast jeden, auch Nicht-Wein-Liebhaber, etwas geboten.

Foto Weinseminar erhobene GläserZum Schluss des Seminars bedankten sich die Teilnehmer mit einem großen Applaus für das kurzweilige und informative Seminar, das garantiert seinen Teil zum Bestehen der praktischen Prüfung lieferte.

 

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