Aktuelle Seite: Startseite  » Standorte » Donauwörth · Ulm · Aalen » Neues aus dem bfz Donauwörth · Ulm · Aalen

Neues aus dem bfz Donauwörth · Ulm · Aalen

Fachforum „Betreuung und Pflege“ im Stadtsaal Dillingen

Roland Jobst vom MDK Bayern begann mit dem Vortrag „Verfahren zur Feststellung einer erheblichen eingeschränkten Alltagskompetenz gemäß Sozialgesetzbuch XI“.

Was sich so nüchtern liest, ist für die Familie, die pflegebedürftige Familienmitglieder zu Hause betreut, von grundlegender Bedeutung:

  • Was sind die Voraussetzungen des Gesetzgebers für den Erhalt einer Leistung?
  • Wie ist die Vorgehensweise des MDK?

Dies sind wichtige Fragen, schließlich wird das Pflegepersonal oftmals danach gefragt, wer für die Pflegestufeneinteilung zuständig ist und welche Stellen die Betroffenen ansprechen müssen.
  

Fachforum Betreuung und Pflege

  
Der zweite Vortrag beschäftigte sich mit der alltäglichen Belastung in den Pflegeberufen. Ottmar Pfanz-Sponagel von der AOK Bayern sprach über Stressbewältigung und Entspannung in Pflegeberufen. Er fand beim Auditorium ein offenes Gehör für seine Thesen, Vorschläge und Beschreibungen zum Thema Stress. Maßnahmen und Strategien zur Stressbewältigung wurden den Teilnehmern ebenso angeboten wie kleine praktische Entspannungsübungen.

Die Mittagspause nutzten alle Beteiligten zum regen Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Nach einer leiblichen Stärkung in dem sehr beeindruckenden Umfeld des Stadtsaals Dillingen befasste sich der zweite Teil des Fachforums mit Workshops zu fachspezifischen Themen für Pflege- und Betreuungskräfte.

Ernst Robitschko, ehemals Schulleiter an der Berufsfachschule für Krankenpflege, berichtete über aktuelle Entwicklungen der Validation. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Umgangs- und Kommunikationsform, welche die Wertschätzung des Gegenübers beinhaltet. Gerade Demenzkranke erleben den Umgang mit ihrer Person oftmals als schwierig und herabwürdigend. Die Validation steuert dieser Haltung bewusst und überzeugend entgegen. Das Hauptaugenmerk ist auf die vorhandenen Ressourcen des Erkrankten gelegt. Die lebhafte und offen geführte Diskussion war für alle im Workshop bereichernd und für die eventuell daraus erfolgenden zukünftigen Handlungen der Pflegekräfte zielführend.

Ethik und Werte in der Pflege wurden im Workshop 3 von Heiko Gerlach vorgestellt. Der Einrichtungsleiter beleuchtete das Spannungsfeld zwischen dem Pflegepersonal und den Angehörigen des zu Pflegenden.

Spannend waren auch die Ausführungen von Birgit Sitta im Workshop 4. Die Altentherapeutin kam auf die physischen Veränderungen im Alter und deren Auswirkungen zu sprechen. "Gert" hilft dabei. Mit dem Spezialanzug ist man im Nu 30 Jahre älter und kann die Einschränkungen bestens simulieren. Greifen fällt schwerer und Geräusche werden schlechter wahrgenommen. Gewichte im Anzug zeigen unmittelbar, wie die Kräfte schwinden. Eine beeindruckende Selbsterfahrung im Fachforum.

Zeit- und Selbstmanagement brachte Gabriele Wagner, Trainerin und Coach für Kommunikation, in ihrem Workshop den Pflegekräften näher. Alles auf einmal, alles sofort und immer mehr. Wer von den in der Pflege tätigen Fachkräften kennt nicht diesen Anspruch. Im Workshop ging es darum, die Arbeitszeit „richtig“ zu planen und Prioritäten beim Aufgabenpaket zu setzen. „So schaffen Sie es,“ meinte die Diplom–Haushaltsökonomin Wagner, „dass Sie am Abend zufrieden darüber sind, was Sie tagsüber geleistet haben.“

Steffi Gerull und Elke Wiora vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) waren mit dem gelungenen Verlauf der Veranstaltung „Betreuung und Pflege“ sichtlich zufrieden.

Seminarfinder

in der näheren Umgebung
bis 25 km
bis 50 km
bis 100 km
Entfernung
Seminartitel
Veranstaltungsort

Fördermöglichkeiten

Egal ob Bildungsgutschein, Meister-BAföG oder Bildungsprämie:
Die Wege zur Finanzierung.

© 2019   Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH