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Neues aus dem bfz Donauwörth · Ulm · Aalen

Flüchtlinge starten ins Berufsleben

Biberach - Geht es um die Integration von Flüchtlingen, spielt das Thema Arbeiten eine große Rolle. Einen Beruf zu erlernen und eine Arbeit zu finden, ist für viele dieser Menschen sehr wichtig. Sie wollen ihr eigenes Geld verdienen und unabhängig vom Staat sein. Das Projekt „Perspektiven für Flüchtlinge“, das von der Agentur für Arbeit gefördert und im bfz Biberach umgesetzt wird, unterstützt Flüchtlinge bei ihrem Vorhaben.

Acht Teilnehmer aus verschiedenen Ländern haben den ersten Durchlauf der Maßnahme „Perspektive für Flüchtlinge“ im Januar erfolgreich abgeschlossen. Nooralden Abo Alhaiga ist einer der Absolventen. Für den 24-Jährigen aus Palästina war dieses Projekt ein Glücksfall: „Ich bin sehr glücklich, ich habe die ganze Zeit Arbeit gesucht, aber es war sehr schwer ohne Hilfe. Hier im bfz war es sehr gut für mich, ich habe jetzt einen Arbeitsvertrag bekommen.“ Durch ein sechswöchiges Praktikum, bei der Firma Berger in Ummendorf,  hat Nooralden Abo Alhaiga dort nun auch seinen ersten Job in Deutschland. Dieses Praktikum war ein Teil des Kurses. Auch Ahmad Jawid aus Afghanistan beginnt im September eine Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischen Assistent. In seiner Heimat hatte der 33-Jährige eine eigene Apotheke, das wird in Deutschland nicht anerkannt. „Ich habe ein Praktikum in Riedlingen gemacht, das hat mir viel Spaß gemacht“, sagt der Familienvater, der mit seiner Frau und den drei Kindern in Uttenweiler lebt. „Ich freue mich, wieder in der Apotheke zu arbeiten.“ Mit der Sprache ist das allerdings so eine Sache: „Ich muss noch besser Deutsch lernen. Wenn die Leute dann Schwäbisch sprechen, ist das sehr schwer für mich.“

Mehr Projekte wären hilfreich
Mit Hilfe der Arbeitsagentur ist allerdings einiges möglich. „Wir sind wirklich sehr stolz auf unsere Teilnehmer und haben für jeden der acht Männer eine Arbeit oder eine Weiterbildung gefunden“, sagt Seminarleiterin Diane Steinert. „Einer arbeitet künftig als Maler, einer im Metallbereich und einer als Lastwagenfahrer. Zwei werden eine Ausbildung beginnen.“ Für Diane Steinert ist dieses Projekt von der Agentur für Arbeit sehr wertvoll. „Es sollte viel mehr solche Kurse geben, denn das bringt die Menschen wirklich weiter“, so Frau Steinert. Voraussetzung sei aber natürlich die Sprache. „Die Teilnehmer brauchen eine Grundlage in Deutsch, sonst macht das Praktikum keinen Sinn, denn im Betrieb sind sie auf sich alleine gestellt“, sagt Ann-Kathrin Kantorek von der Agentur für Arbeit.
 

PERF Biberach

Die erfolgreichen Teilnehmer

Für Diane Steinert war die Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen etwas Besonderes: „Die Teilnehmer waren so hoch motiviert, immer pünktlich und es gab auch keine Fehlzeiten.“ Ganz entgegen aller Klischees: „Ich weiß, sie wollen arbeiten. Sie brauchen aber jemanden, der ihnen hilft.“ Die Betriebe in und um Biberach seien sehr offen bei Anfragen für eine Praktikumsstelle gewesen. „Und immerhin hat sich daraus bei einigen eine feste Anstellung ergeben“, freut sich Steinert.

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