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Neues aus dem bfz Landshut

Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt fit gemacht

In Landshut arbeiten das Jobcenter und das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) intensiv daran, Zuwanderer schnell fit für die heimischen Unternehmen zu machen.

Am Dienstag haben Oberbürgermeister Alexander Putz, Reinhard Rußwurm, Teamleiter Markt und Integration im Jobcenter Landshut-Stadt, und bfz-Leiterin Ingrid Schmidt eine positive Bilanz zum Abschluss des Projekts Perspektiven für Flüchtlinge gezogen: Seit Januar 2017 sind knapp 50 Prozent der Teilnehmer in Arbeit oder Ausbildung vermittelt worden.
     

Oberbürgermeister, Jobcenter und bfz ziehen Bilanz zum Projekt Perspektiven für Flüchtlinge

(von rechts): Reinhard Rußwurm (Teamleiter Markt und Integration im Jobcenter Landshut-Stadt), Oberbürgermeister Alexander Putz, bfz-Leiterin Ingrid Schmidt

Von 113 Teilnehmern, von denen sich fünf noch bis 6. April im letzten laufenden Kurs befanden, haben 52 Männer und Frauen den Sprung in Firmen in der Region geschafft. Das entspricht einer Quote von 48 Prozent.

Die Menschen, die zu 90 Prozent aus Syrien und vereinzelt aus Afghanistan, Somalia und dem Kongo gekommen sind, arbeiten jetzt zum Beispiel als Laborant bei Agrolab in Bruckberg und in der Gepäckabfertigung am Flughafen München. Oder sie absolvieren eine Umschulung zum Maschinen- und Fahrzeugtechniker bei BMW, eine Ausbildung zum Friseur bei Coiffeur Hofstetter in Landshut, zum Krankenpfleger im Klinikum und eine Einstiegsqualifizierung als Augenoptiker bei Fielmann.

„Wir sind stolz, dass wir diese Qualifizierungsmaßnahme im Auftrag des Jobcenters mit einem so guten Ergebnis abschließen konnten", sagte bfz-Leiterin Ingrid Schmidt. „Das zeigt deutlich: Migration heißt nicht automatisch Zuwanderung in das Sozialsystem – wenn diese gesellschaftliche Herausforderung richtig angegangen wird."

Das Projekt richtete sich an anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge mit Bleibeperspektive und einem absolvierten Sprachkurs. In dreimonatigen Kursen wurden sie nun in Theorie und Praxis auf die Anforderungen des deutschen Arbeitsmarkts vorbereitet. Dazu gehörten Informationen über Berufsfelder, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse, gesetzliche Vorgaben und Verhaltensregeln im Berufsleben.

In sechswöchigen Praktika in Partnerbetrieben konnten Teilnehmer und Unternehmen testen, welche Tätigkeit zu wem passt und wo die Zuwanderer ihre Vorkenntnisse aus Handwerk oder Studium einbringen können. Dabei wurden Teilnehmer und Betriebe eng von den Sozialpädagogen und Trainern des bfz begleitet. Zusätzlich stand berufsbezogene Deutschförderung auf dem Programm. Und natürlich unterstützte das bfz die Teilnehmer bei der Bewerbung.

„Integration geht nicht von selbst", sagte Ingrid Schmidt. „Die Menschen aus anderen Kulturkreisen müssen an unsere Arbeitswelt herangeführt werden. Aber das lohnt sich für alle Beteiligten. Denn die Leute nehmen nicht nur Leistungen in Anspruch, sondern bringen Potenzial mit – und die Wirtschaft braucht die Leute dringend."

Oberbürgermeister Alexander Putz lobte diesen Ansatz: „Alle reden von Integration, hier wird sie umgesetzt. Und zwar an der entscheidenden Stelle, damit die Menschen wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen können." Die gesellschaftliche Herausforderung sei, die Talente von Migranten zu erkennen und zu fördern. „Diese Aufgabe erfüllt das erfahrene bfz-Team absolut professionell." Diese Form der Unterstützung von Zuwanderern sei nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sondern auch wichtig für den sozialen Frieden und außerdem die wirtschaftlich beste Lösung für die Allgemeinheit.

Das Projekt Perspektive für Flüchtlinge ist ein wichtiger Baustein der Strategie des Jobcenters Landshut-Stadt zur beruflichen Orientierung und Integration von Flüchtlingen, wie Reinhard Rußwurm vom Jobcenter sagte. „Der Erfolg ist wirklich bemerkenswert und das Engagement der beteiligten Betriebe und des bfz Landshut freut mich sehr." Künftig werde das Jobcenter den Schwerpunkt noch stärker auf differenzierte Qualifizierung von Migranten setzen, um sie gezielt fit für offene Stellen und Ausbildungsplätze zu machen. „Dafür setzen wir auch auf maßgeschneiderte Angebote des bfz."
     

Stolz auf die Integrationsleistung von Flüchtlingen und heimischer Wirtschaft

(von rechts): Wolfgang Gschlößl (stellvertr. bfz-Leiter), Reinhard Rußwurm (Teamleiter Markt und Integration im Jobcenter Landshut-Stadt), Ingrid Schmidt (bfz-Leiterin), Oberbürgermeister Alexander Putz, Tina Schloßbauer (bfz-Koordinatorin für Migrationsprojekte), bfz-Sozialpädagogin Sukhvir Kaur, bfz-Sozialpädagogin Daniela Stürzer und bfz-Seminarleiter Michael Schumacher

Weitere Informationen gibt es bei der bfz-Koordinatorin für Migrationsprojekte:

Tina Schloßbauer
Koordinatorin Migration
Telefon: 0871 96226-36
E-Mail: tina.schlossbauer@bfz.de

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