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Neues aus dem bfz Weilheim

Interkulturelles Projekt des bfz Weilheim in Kooperation mit Jugendverband Bund Deutscher Pfadfinder_innen

Als Interkulturelles Projekt hat sich das Seminarleitungsteam der BvB-Weilheim dieses Jahr etwas besonderes einfallen lassen. Mit einer kleinen Reise nach Korfu konnten wir griechische Jugendliche vor Ort direkt auf ihre Berufschancen und Zukunftsperspektiven befragen und uns ein Bild über das griechische Ausbildungssystem machen. Dabei konnten wir viel lernen, aber auch der gemeinsame Spaß kam nicht zu kurz. Finanziert wurde die Begegnung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit einem Sonderprogramm zur Förderung deutsch-griechischen Jugendaustauschs. Organisiert und durchgeführt wurde der Austausch durch das bfz Weilheim in Kooperation mit dem Jugendverband Bund Deutscher Pfadfinder_innen - www.bdp.org - Weilheim.

Tagebuch der BvB Teilnehmer

Nachdem es am Abfahrtstag jeder rechtzeitig in der Früh geschafft hat, pünktlich im Zug zu sein, fuhren wir zum Flughafen. Jetzt hieß es: ab nach Korfu. Das Flugzeug startete und mit ihm wuchs die Aufregung auf die bevorstehende Zeit. Als wir in Thessaloniki landeten, begrüßte uns schon die lang ersehnte Sonne und eine Taube, die sich sofort über Fr. Lisius Kopf erleichterte. Damit begann der perfekte Start…

Die Anfahrt gestaltete sich bereits als abenteuerlich: Ein Bus holte die ganze Crew ab und brachte sie auf langem Wege zur Fähre im Hafen von Igoumenitsa. Auf der Fähre verbrachten wir die Zeit mit Singen und tranken unseren ersten Frappé, der super lecker war. Auf Korfu angekommen, hielt der Bus endlich am Hotel Wilde Rose. Dort wurden wir herzlich vom Hotel-Team und einem Teller voll Gyros empfangen. Anschließend machte sich unsere Crew samt Hotel-Team mit Hund Digo im Dunkeln auf den Weg zum Strand. Mit einem gemütlichen Zusammensitzen beendeten wir den anstrengenden Tag und tranken zum ersten Mal griechischen Wein.

In den nächsten Tagen auf Korfu gab es viel zu erleben: Am Sonntag entdeckten wir den nahegelegenen Strand. Es war perfektes Wetter. Manche hatten auch den Mut, ins eiskalte Meerwasser zu gehen.

Am Abend erfuhren wir von zwei Handwerkgesellen auf Wanderschaft, was es heißt auf Wanderschaft zu sein. Der Zimmermann und die Bäckerin erzählten uns über ihr Leben in diesem besonderen Lebensabschnitt, was für uns alle sehr interessant war. Hier erfuhren wir, welche Berufe auf Wanderschaft gehen können, wie das Leben auf Wanderschaft ist, welche Bedingungen die Wandergesellen erfüllen müssen und vieles mehr.

Das Wochenprogramm beinhaltete auch den Besuch der Altstadt von Korfu-Stadt. Schöne enge, alte Gassen und viele kleine Läden machten den Besuch zu etwas ganz Besonderem. An einem Tag buchten wir uns einen Bus und klapperten mehrere Touristen-Attraktionen ab, wie z.B. das Achillion von Sissi, den ältesten Touristenort von Korfu, die Kirche Vlacherna und auch den Kaisers Thron, von dem wir einen wundervollen Ausblick hatten.

Unsere Abende verbrachten wir oft mit gemeinsamen Zusammensitzen, Spiele spielen, Gitarre spielen und vielem mehr. Wir veranstalteten einen Karaoke-Abend, bei dem wir unsere Gesangskünste unter Beweis stellten, um den Geburtstag zweier Teilnehmer zu feiern.

Das Eindrucksvollste an unserer Korfu-Reise war aber der Kontakt mit den griechischen Berufsschülern. An einem Tag besuchten wir die Berufsschule Dassia, wo wir alle sehr nett empfangen wurden. Lehrer und Schüler zeigten uns wie man Oliven-Seife herstellt. Olivenöl und seine Produkte sind wichtige Einnahmequelle der Insel. Wir haben hier gelernt, wie dadurch die wirtschaftlichen Möglichkeiten vor Ort genutzt werden. Anschließend verbrachten wir die Pause gemeinsam und stellten somit den ersten persönlichen Kontakt mit den Berufsschülern her. Bei dem vorbereiteten Vortrag über unseren selbstgeschriebenen Reiseführer mit kleinem deutsch-griechischen Wörterbuch konnten wir das Eis schließlich brechen. Es entstand ein reges Interesse über die Ausbildungsverhältnisse in Deutschland und Griechenland, die in Griechenland, wie sich herausstellte, deutlich schwieriger sind als bei uns. Es war nicht zu übersehen, dass die Berufsschule sehr schlecht ausgestattet ist. Das Geld fehlt hier an allen Ecken und Enden. Trotz dieses bedrückenden Themas fiel uns besonders die gute Laune auf, die hier vorherrschte.

Zum Schluss wurden wir am Pausenhof mit selbstgebackenen Spezialitäten verwöhnt.

Nach einer netten Einladung seitens der Berufsschullehrer, statteten wir zwei Tage später der Pinakothek in Dassia einen Besuch ab und konnten bei einem persönlichen Tanzkurs für griechische Gruppentänze einige griechische Schüler in einer nahegelegenen Taverne wiedersehen.

Leider war die Interkulturelle Freizeit auf Korfu schneller vorbei als gedacht, und nach einer ereignisreichen Woche flogen wir wieder ins kalte Deutschland zurück.

Fotogalerie:

Foto: unterwegs im Bus

Unterwegs im Bus

 Foto: beim gemeinsamen Essen

Beim gemeinsamen Essen

Foto: gemeinsames tanzen im Hotel

Im Hotel

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