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Neues aus dem bfz Westmittelfranken

Abschlussfeier der Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie Weißenburg

Die staatlich anerkannte Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie im bfz Westmittelfranken hat nach Beendigung der staatlichen Abschlussprüfungen Mitte Juli den diesjährigen Absolventenjahrgang verabschiedet:
21 Absolventen, davon eine Frau, haben die berufsbegleitende, vierjährige Fachschulausbildung erfolgreich beendet und dürfen sich nun „Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie“ nennen.

Wolfgang Schmidt, der Standortleiter des bfz Westmittelfranken und damit Sachaufwandsträger der Fachschule, begrüßte die Gäste der Verabschiedungsfeier im Gasthof „Zur Sonne“ in Fiegenstall. Nach der Fusion des bfz Weißenburg mit dem Standort Ansbach falle nun auch die Fachschule in Weißenburg in seinen Zuständigkeitsbereich und er sei sehr neugierig, wer denn die „Menschen seien, die solch ein unglaubliches Durchhaltevermögen an den Tag legen könnten“ und gab seiner Freude Ausdruck, erstmals dieser Veranstaltung beiwohnen zu können.
Schulleiter Walter Ott begrüßte unter den Gästen Robert Westphal, den stellvertretenden Landrat, der in seinem Grußwort der Absolventin und den Absolventen der Fachschule persönlich gratulierte. Er ließ nicht unerwähnt, dass er sich wünsche, dass die frisch ernannten Techniker weiterhin daran interessiert bleiben mögen, sich fortzubilden und verwies darauf, dass kurz vor der Verabschiedungsfeier der Fachschule das Richtfest des Kunststoffcampus Weißenburg stattgefunden hätte. Man könne davon ausgehen, dass der Studienbetrieb bereits 2015 im neu errichteten Campus stattfinden könne – eine nächste Möglichkeit, um sich weiter zu qualifizieren. Besonders begrüßen werde er es, wenn das in den vergangenen vier Jahren erworbene Fachschulwissen in der ortsansässigen Kunststoffindustrie Anwendung fände.

„Zu schaffen war diese Anforderung nur durch die ständige Einsatzbereitschaft aller Beteiligten“, betonte Schulleiter Walter Ott in seiner Festrede. Auch den Familien und Lebensgefährten sprach Walter Ott Anerkennung aus. Denn nur, wenn die Partner diese berufsbegleitende Ausbildung mittragen und den Schülern, die ja neben einem Vollzeitberuf die Schule an den Wochenenden besuchen, den „Rücken frei halten“, sei diese Herausforderung zu meistern.

Vier Absolventen erhielten dann auch für besondere Leistungen den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung: Markus Bengel von der Fa. Oechsler AG in Weißenburg und Martin Eichner von der Fa. BEKA-Lube in Bayreuth erreichten den hervorragenden Notendurchschnitt von 1,48; ebenso die 1 vor dem Komma und damit Meisterpreisträger sind Johannes Eisenmann von der Fa. HBW-Gubesch in Wilhelmsdorf und Stefan Böhm von Fa. Oechsler AG, Ansbach. Die Urkunden wurden von Regierungsschulrat Michael Gebhard überreicht, der als Vertreter der Regierung von Mittelfranken der Verabschiedung beiwohnte. In seinem Grußwort ging er auf die große fachliche Bedeutung der Technikerausbildung für die Wirtschaft ein. Dem würde nun endlich auch die Einstufung in den Deutschen Referenzrahmen Rechnung tragen, denn der Staatlich geprüfte Techniker ist nun wie der Meister auch dem Bachelorabschluss gleichgestellt.
Zusätzlich habe die Bayerische Staatsregierung auch einen besonderen Anreiz ausgelobt für diejenigen, die die Technikerausbildung erfolgreich durchlaufen: € 1000,00 Meisterprämie für jeden erfolgreichen Absolventen! Gebhard drückte seine große Hochachtung vor dem außerordentlichen Engagement aller Schüler aus, gab ihnen aber gleichzeitig mit auf den Weg, dass sie – gemäß eines Zitates von Cicero – „niemals aufhören sollten, anzufangen, aber auch niemals anfangen, aufzuhören“ und ganz aktuell am Vorabend des deutschen WM-Finales mahnte er wie einst Sepp Herberger: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“.

Unterrichtet wurden die Absolventen von Lehrern aus den berufsbildenden Schulen der Region sowie Ingenieuren der ortsansässigen Kunststoffindustrie. Auf diese Weise gewährleistet die Schule neben der aktiven Mitarbeit in den kultusministeriellen Lehrplankommissionen, dass stets nach den neuesten Anforderungen der betrieblichen Praxis ausgebildet wird. Gabriele Olschok, bfz-Koordinatorin der Fachschule, sprach dem Lehrerkollegium ihren Dank aus. Viele der Lehrkräfte seien schon seit langen Jahren für die Fachschule tätig, so Deutschlehrer Martin Graf und Dipl.-Ing. Denes Fischer, Lehrkraft für die Kunststoffverarbeitung, die im Rahmen der Veranstaltung ihr 10jähriges Jubiläum feierten, 20jähriges Fachschuljubiläum beging Robert Hausleider, der seither in Fachbereichen der Automatisierungs- und Anlagentechniken unterrichtet.
Verabschiedet wurden nach mehr als 20 Jahren Unterrichtstätigkeit an der Fachschule Hans-Michael Primus, Lehrkraft für Kunststoffkunde, und Klaus Mannuß, Lehrkraft für Technische Mechanik, Maschinenelemente und Fertigungstechnik.

Besonderen Applaus gab es für den Absolventen Anton Solotich, Mitarbeiter der Fa. Kunststofftechnik Weißenburg, der vor fast 20 Jahren als junger Russlandaussiedler ohne jegliche Deutschkenntnisse in die Region kam und über Sprachkurse, Fachqualifizierung, externe Nachqualifizierung auf die IHK-Facharbeiterprüfung und nun die Technikerausbildung alle Aus- und Weiterbildungen beim bfz Weißenburg durchlaufen hatte – das war einer besonderen Anerkennung würdig: Gabriele Olschok betonte, dass Herr Solotich damit der dem bfz am längsten verbundene Teilnehmer sei und drückte ihre Hochachtung vor dem Erreichten aus.

Den offiziellen Teil beschloss die Dankesansprache der Schul- und Klassensprecherin Jacqueline Krüger, die mit 175 km einfacher Wegstrecke in den 4 Jahren gut 53.000 km (!) zurückgelegt hatte – was den überregionalen Charakter der Fachschule in Weißenburg unterstrich, ist sie doch die einzige dieser Fachrichtung, die berufsbegleitend ausbildet! Frau Krügers Dank an den Schulleiter, die Lehrkräfte und die Verwaltungskolleginnen der Fachschule für stetiges Motivieren, Begleiten und Unterstützen schloss sich die restliche Klasse mit einem Hauch von Wehmut an – immerhin fand mit diesem Abend ein sicher langer, vierjähriger Weg, aber dann eben
auch ein über vier Jahre angestrebtes, gemeinsam erreichtes Ziel seinen Schlusspunkt.

Für das neue Schuljahr, das am 19. September 2014 beginnt, läuft bereits das Aufnahmeverfahren an der Fachschule in der Wiesenstraße in Weißenburg.

Abschlussfeier der Techniker in Weißenburg

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