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Neues aus dem bfz Westmittelfranken

Digitale Prüfungsvorbereitung in Zeiten von Corona

Die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in Ansbach bieten ihnen individuellen Stütz- und Förderunterricht – in virtuellen Klassenzimmern.

In zwei Monaten sind Yelena Franks Abschlussprüfungen. Die 22-Jährige ist im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Gemeinsam mit rund 450 anderen jungen Menschen im Raum Westmittelfranken nimmt sie die ausbildungsbegleitenden Hilfen der bfz in Anspruch. Bisher fanden die Beratungsgespräche am bfz-Standort Ansbach in Kleingruppen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es diese Unterstützung jetzt digital und individuell. 

Die abH-Mitarbeiterin Meltem Doganay ist studierte Ökonomin und fördert Auszubildende wie Yelena Frank. „Durch den ausgefallenen Unterricht an den Berufsschulen ist unsere Hilfe jetzt noch notwendiger als vorher. Im digitalen Klassenzimmer können die Auszubildenden ihre Aufgaben besprechen, die sie von der Berufsschule per Mail geschickt bekommen“, sagt sie.

Im Gegensatz zu Telefonaten oder klassischen Videochats bietet das Virtuelle Klassenzimmer zusätzliche Möglichkeiten: Aufgaben, Lösungswege und Erklärungen lassen sich visualisieren und somit einfacher besprechen. Die Inhalte werden gespeichert, sodass sie von den Auszubildenden zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden können.

Jörg Schellenberger koordiniert die abH-Angebote in Ansbach und beschreibt die Situation der Auszubildenden: „Viele fühlen sich überfordert und erwägen, ihre Ausbildung abzubrechen. Sie müssen in den Betrieben krisenbedingt oft Zusatzaufgaben übernehmen, gleichzeitig aber auch reichlich Materialien der Berufsschulen bearbeiten.“ Die bfz-Mitarbeiter*innen vermitteln deshalb zwischen Schulen, Betrieben und Auszubildenden, um für alle Beteiligten eine gute Lösung zu finden.

Yelena Frank ist froh, dass es Angebote wie das digitale Klassenzimmer gibt. „Das hilft mir, Inhalte besser zu verstehen“, sagt sie. Auch der direkte Austausch mit ihrer Referentin tut ihr gut: „Ich hatte es mir anders vorgestellt, aber es funktioniert viel besser als gedacht.“

Die Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg ist Auftraggeber der abH. „Ein hohes Anforderungsniveau und straffe Lehrpläne machen die abH zu einer wichtigen Unterstützung für viele Auszubildende, um erfolgreich ihren Berufsabschluss zu erreichen. Das virtuelle Klassenzimmer unterstützt die jungen Menschen in der augenblicklichen Situation, den eigenen Tagesablauf durch einen zusätzlichen Ansprechpartner besser zu strukturieren und hilft zudem bei den Prüfungsvorbereitungen. Deshalb hält die Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg dieses Lernmodell für sinnvoll, damit auch nach der Krise die ausgebildeten Fachkräfte für die Wirtschaft verfügbar sind“, sagt Claudia Wolfinger, Leiterin der Arbeitsagentur Ansbach-Weißenburg.

 

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