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Anerkennungsberatung Bayern
Verlängerung und Förderung der „Anerkennungsberatung Bayern (ABB)“
Mit einer Investition von 1,2 Millionen Euro verlängert der Freistaat Bayern das Programm zur Integration internationaler Fachkräfte um zwei Jahre. Die offizielle Förderscheckübergabe erfolgte durch Staatsministerin Ulrike Scharf bei einem Standortbesuch in Landshut.
Seit 2016 unterstützt die „Anerkennungsberatung Bayern (ABB)“ an fünf Standorten – Bamberg, Ingolstadt, Regensburg, Landshut und Würzburg – Menschen dabei, ihre ausländischen Berufsabschlüsse anerkennen zu lassen. Die Gesamtkoordination liegt bei der Abteilung Bildungsforschung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb), umgesetzt wird das Programm durch die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz).
Die Anerkennungsberatung begleitet Betroffene durch alle Schritte des Verfahrens: von der Auswahl des passenden Anerkennungswegs über das Zusammenstellen der notwendigen Unterlagen bis hin zur Planung individueller Qualifizierungsmaßnahmen. Ziel ist es, qualifikationsgerechte Beschäftigung zu ermöglichen, den Fachkräftebedarf in Bayern zu sichern und die langfristige Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern.
Hohe Nachfrage
In den vergangenen neun Jahren fanden bayernweit knapp 50.000 Beratungen statt. Mehr als 18.500 Personen erhielten auf diesem Weg Unterstützung bei der Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Qualifikationen – häufig in Berufsbereichen, die in Bayern besonders gefragt sind, etwa in der Ingenieurwissenschaft, im Lehramt sowie in der Pflege und im Gesundheitswesen.
„Wir leisten einen wichtigen Beitrag, damit Fachkräfte mit einem ausländischen Berufsabschluss gemäß ihrer Qualifikation in Deutschland arbeiten können. Unsere Beratung sorgt dafür, dass internationale Fachkräfte nicht in Helfertätigkeiten verharren, sondern ihre Kompetenzen voll einbringen können. Dabei unterstützen wir Ratsuchende auch, individuelle Qualifizierungswege zu entwickeln, wenn fehlende Kompetenzen noch erworben werden müssen“, so Dr. Iris Pfeiffer, Leiterin der Bildungsforschung und Geschäftsführerin des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb).
Flexible Beratung
In den vergangenen zwei Jahren wurde das Angebot besonders häufig von Menschen aus der Ukraine und aus Syrien genutzt. Die Beratung erfolgte flexibel – per E-Mail, Telefon, Video oder persönlich vor Ort.
bbw-Präsident Hubert Schurkus betont: „Das bbw ist ein verlässlicher Partner des Freistaats Bayern, wenn es um Fachkräftesicherung und Integration geht. Wir begleiten Menschen dabei, ihre beruflichen Potenziale zu entfalten – und leisten so einen konkreten Beitrag zur Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts. Unsere starke Integrationskette reicht von Sprachförderung und Anerkennungsberatung über Qualifizierung bis hin zur erfolgreichen Integration in Beschäftigung.“
Hintergrund
Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH
Die bfz stehen in der Arbeitsmarktpolitik der öffentlichen Hand zur Seite: Im Auftrag von Arbeitsagenturen oder Jobcentern bieten sie zusammen mit regionalen Partnern Aus- und Weiterbildungen an. Die bfz-Mitarbeiter*innen qualifizieren Menschen aller Altersgruppen entsprechend der Anforderungen der modernen Arbeitswelt – und unterstützen sie damit bei der Vermittlung in Job oder Ausbildung und bei der Integration ins Berufsleben. 1983 gegründet sind die bfz bayernweit an 18 Hauptstandorten und 170 Schulungsorten vertreten. Die bfz sind eine Gesellschaft der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw.de)
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH
Das f-bb ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Gemeinsam mit seinen Auftraggebern und Partnern aus Politik und Wirtschaft arbeitet das Institut an der Weiterentwicklung des Systems der beruflichen Bildung. Besonderes Kennzeichen des f-bb ist die Verknüpfung von wissenschaftlichen Methoden und betrieblicher Praxis. Das Institut ist mit Standorten in Nürnberg, Berlin, Chemnitz, Magdeburg und Potsdam tätig. Die f-bb gGmbH ist eine Gesellschaft der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V.
IMPRESSIONEN DER VERANSTALTUNG
BILDER ZUM DOWNLOAD
Förderscheckübergabe
Ingrid Schmidt (Standortleitung Landshut, Ulrike Scharf (Staatsministerin), Dr. Iris Pfeiffer (Geschäftsführerin f-bb) und Hubert Schurkus (bbw-Präsident).

Diskussionsrunde zum Projekt
Diskutierten über die Bedeutung des Projekts für Integration und Fachkräftesicherung (v. l.): Ingrid Schmidt (Standortleitung Landshut), Ulrike Scharf (Staatsministerin) und Hubert Schurkus (bbw-Präsident).

Persönliche Erfahrungen
Svitlana Kaawach berichtete aus der Perspektive einer ehemaligen Ratsuchenden über ihre Erfahrungen in der Anerkennungsberatung.

Einblicke in den Arbeitsalltag
Robert Grünfeld, Beratungskraft bei den bfz Landshut, gab Einblicke in die tägliche Arbeit der ABB.

