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Digital Natives für Klein- und Kleinstunternehmen

Das JOBSTARTER plus-Projekt läuft erfolgreich am Standort Kempten. Unternehmen werden hierbei bei der Suche nach medienaffinen Azubis unterstützt. Wie läuft die Vermittlung inzwischen?

bfz Kempten - Digital Natives für KKU

In den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) am Standort Kempten wurde das JOBSTARTER plus-Projekt "Digital Natives für KKU" ins Leben gerufen. Ziel ist es, Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) bei der Suche nach Auszubildenden zu unterstützen.  Unter Digital Natives versteht man junge Menschen, die von Kindheit an mit Computer, Smartphone und Internet aufgewachsen sind. Nun war ein Fernsehteam von Allgäu TV vor Ort, um sich über die Fortschritte des Projektes zu informieren.

Was steckt hinter dem Projekt "Digital Natives für KKU"?

Wir bringen junge Menschen, die eine Ausbildung suchen, mit kleinen Betrieben vor Ort im Allgäu zusammen, die Auszubildende beschäftigen möchten. Denn gerade in kleinen Unternehmen fehlt es oft an Zeit und Ausstattung, sich über die Möglichkeiten und Voraussetzungen als Ausbildungsbetrieb zu informieren oder Ausbildungsplätze auszuschreiben. Zudem werden Stellenangebote oftmals analog über Printanzeigen publiziert, die die Zielgruppe der Jugendlichen nicht erreichen. Diese suchen tendenziell eher über Social Media nach interessanten Stellen. Durch das Projekt entsteht im besten Fall eine Win-Win-Situation: Jugendliche finden einen attraktiven Arbeitsplatz in der Region und die Unternehmen profitieren von den digitalen Kompetenzen der jungen Generation. 

Wie haben sich die Angebote der bfz Kempten entwickelt?

Carolin Dohn, Ansprechpartnerin für Betriebe und Azubis, ist seit Beginn des Projektes dabei: „Uns ist ganz wichtig, dass alle Branchen angesprochen werden, denn der Bedarf an digital affinen Auszubildenden wird im Handwerk ebenso immer wichtiger, wie im Gesundheits- oder Dienstleistungsbereich“. Die bfz Kempten lädt Unternehmen mittlerweile zu Beratungsgesprächen und anschließender Begleitung ein. „In einem ersten Termin klären wir, welchen Bedarf das Unternehmen hat, wie die aktuelle Situation ist und wie wir unterstützen können. Wir geben Hilfestellung bei der Bewerberauswahl, unterstützen bei Formalitäten oder dem Erwerb der Ausbildungsberechtigung und geben Tipps für das richtige Arbeitgebermarketing zur Azubigewinnung", schildert Dohn. Dazu wurde zum Beispiel ein speziell für das Projekt angefertigtes digitales Tutorial an alle bereits bekannten Betriebe versendet, damit sie ihre Strategie zur Azubigewinnung nachhaltig anpassen und selbstständig verbessern können.

Gefragt war unser Angebot vor allem während der Coronapandemie. Denn seitdem herrscht ein Auszubildendenmangel in den Betrieben. Wir helfen Unternehmer*innen, dieser Krise entgegenzuwirken. Dabei kommen beispielsweise Video-Tutorials zum Einsatz, die allen bei den bfz Kempten gelisteten Betrieben kostenlos per E-Mail zugesendet wurden. Zudem haben wir ein eigenes Handbuch erstellt, das jedem*r Unternehmer*in eine Hilfestellung zum erfolgreichen Azubimarketing bietet.

Was ist ein JOBSTARTER plus-Projekt?

Mit dem Programm JOBSTARTER plus fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit die Verbesserung regionaler Ausbildungsstrukturen. Die JOBSTARTER plus-Projekte unterstützen mit konkreten Dienstleistungen kleine und mittlere Unternehmen in allen Fragen der Berufsausbildung und tragen so zur Fachkräftesicherung bei. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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