In den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) und bei der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) am Standort Bayreuth arbeiten zwei ganz besondere „Kolleginnen“ auf vier Pfoten mit: die zertifizierten Therapiebegleithunde Peppels und Bea. Beide Hunde haben im Dezember 2024 ihre Ausbildung als Therapiebegleithunde erfolgreich abgeschlossen und begleiten ihre Frauchen, Frau Zapf (Sozialpädagogin) und Frau Michael (sozialpädagogische Betreuerin), im Schul- und Büroalltag. Besonders hervorzuheben ist: Die tiergestützte Arbeit findet vollständig ehrenamtlich statt.
Die Wege der beiden Hunde sind dabei ganz unterschiedlich: Peppels wurde von Frau Zapf sorgfältig und gezielt für die tiergestützte Arbeit ausgewählt. Sie hat sich intensiv mit der Suche nach dem passenden Welpen beschäftigt, der die nötigen Eigenschaften für den späteren therapeutischen Einsatz mitbringt.
Bea hingegen stammt aus dem Tierschutz – ein Lebensweg, der sie mit einer besonderen Sensibilität ausstattet, die sich heute sehr positiv in der Arbeit mit jungen Menschen zeigt.
Bevor die Hunde ihre Ausbildung im Juni 2024 beginnen konnten, mussten sie zunächst einen umfangreichen Eignungstest bestehen. Erst danach durften sie zum zertifizierten Therapiebegleithund ausgebildet werden.
Heute sind Peppels und Bea regelmäßig in den gfi-Praxisklassen einer Mittelschule in Bayreuth im Einsatz, die einen besonderen Förderbedarf haben. Dort sorgen sie für Abwechslung im Schulalltag, entspannen Gesprächssituationen und schenken den Schüler*innen Momente der Ruhe. Viele Jugendliche genießen es, die Hunde zu streicheln oder mit ihnen zu kuscheln – kleine Augenblicke mit großer Wirkung.
„Die Anwesenheit der Hunde macht unglaublich viel mit den Schülerinnen“, berichten Frau Zapf und Frau Michael. Wichtig ist dabei stets, dass die Schülerinnen bereit sind, sich auf die Tiere einzulassen. Gleichzeitig steht das Wohl der Hunde im Mittelpunkt: Sie verfügen überall über eigene Ruheräume und können sich jederzeit zurückziehen.
Auch im bfz Bayreuth entfalten Peppels und Bea eine spürbar positive Wirkung. In der BVJ‑K Klasse unterstützen sie Jugendliche, die etwa unter Angstzuständen, Panikattacken oder starken emotionalen Belastungen leiden. Wenn die Schüler*innen einen Zugang zu den Hunden finden, gelingt es ihnen oft, sich durch die Nähe oder das Streicheln der Tiere zu beruhigen. Gesprächssituationen werden entspannter, und es entsteht eine Atmosphäre, die Vertrauen und Sicherheit fördert.
Selbst im Büroalltag sorgen die beiden Hunde für eine wohltuende Stimmung. Sowohl Frau Zapf als auch Frau Michael schätzen die besondere Ruhe, die Peppels und Bea ausstrahlen. Auch andere Kolleginnen und Kollegen freuen sich über kleine Streichelmomente zwischendurch, die den Arbeitsalltag bereichern.
Mit ihrem Engagement und viel Herzblut zeigen Frau Zapf, Frau Michael sowie Peppels und Bea, wie wertvoll tiergestützte Arbeit sein kann – und wie sehr sie den Umgang mit Schüler*innen bereichert.