„Ich fand es sehr schön, die anderen noch besser kennenzulernen“, sagt Romina rückblickend. Die 19-Jährige macht am bfz-Standort Weißenburg eine außerbetriebliche Ausbildung (BaE) zur Bürokauffrau – und ist mittlerweile ein echter Fan der Tagesausflüge mit den anderen BaE-Azubis von Roth und Weißenburg: angehende Verkäuferinnen, Kfz-Mechaniker, Kaufleute, Fachkräfte für Metalltechnik und mehr. Einmal im Jahr ziehen die jungen Menschen gemeinsam los. Im vergangenen Herbst hat Romina dabei ihren besten Freund kennengelernt, wie sie erzählt. „Das war super“.
Dieses Jahr ist sie zusammen mit 19 anderen BaE-Azubis zu einem gemeinsamen spannenden Tag von Pleinfeld am Brombach-See aus aufgebrochen. Ihr Ziel: Die Minigolf- und Soccergolf-Anlage. Schon auf dem Weg dorthin kommen die ersten Gespräche zustande. „Man lernt so nebeneinanderher und bekommt nicht so viel mit von den anderen. Wenn man dann aber ins Gespräch kommt, sieht man, wie es denn anderen geht und auch, was man erreichen kann, wenn man dranbleibt. Also mich hat der Tag voll motiviert!“, ergänzt sie.
Motivieren und Zusammenhalt spüren
Anna-Katharina Mendel hört das gerne. Sie begleitet die BaE-Azubis am Standort Weißenburg mit Nachhilfeunterricht und pädagogischen Hilfestellungen und hat zusammen mit den anderen Betreuer*innen den Tag organisiert. „Erst dachte ich, wir haben zu wenig Programm geplant, aber es war genau richtig. Es war schön zu sehen, wie sie beim Minigolf oder Soccergolf erste Kontakte geknüpft haben und dann beim gemeinsamen Spaziergang durch einen Wald die Zeit genutzt haben, mehr voneinander zu erfahren. Dann gab‘s am See ein paar Teamspiele und Pizza. Es war wirklich für alle eine gute Zeit.“
Zuvor hatten die Betreuenden bei ihren Azubis im Alter zwischen 16 und 22 Jahren nach Ideen für die Tagesgestaltung gefragt. „Genau das sollte so bleiben. Es ist gut, wenn sich jeder einbringen kann, dann ist auch wirklich für jede oder jeden was dabei“, findet Romina.
Die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) erleichtert jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Sie wird durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit initiiert und begleitet. Denn für viele Jugendliche ist der Weg zur Ausbildung nicht immer geradlinig, und in einigen Fällen kann es erforderlich sein, alternative Wege zu beschreiten, um die beruflichen Ziele zu erreichen.
Die bfz bieten die Ausbildung in drei Modellen an, wobei die bfz in allen drei Modellen der Ausbildungsbetrieb ist und mit individuellem Stütz- und Förderunterricht die Jugendlichen unterstützt. Im kooperativen Modell sind die Azubis im praktischen Teil der Ausbildung in den Kooperationsbetrieben, beim integrativen Modell wird die Praxis in der bfz-eigenen Werkstatt absolviert. Das Reha-Modell bietet spezielle Unterstützung für Jugendliche, die bei der Agentur für Arbeit mit einem Reha-Status geführt werden.