„bbw, bfz, gfi, BOM/BOP, HK2: erstmal war es gar nicht so leicht, das alles zu überblicken”, lacht Theresa Schneider, als sie sich an ihren Anfang im Unternehmen erinnert. An den Lernort in der Ansbacher Heilig-Kreuz-Straße 2 (HK2) kommen jugendliche Teilnehmende, denn hier planen Mitarbeitende berufliche Bildungsmaßnahmen für junge Menschen. Das alles in Trägerschaft der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) und der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi), unter dem Dach des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw).
Lebendiger Austausch
Theresa Schneider kümmert sich hauptsächlich um Berufsorientierungsmaßnahme (BOM) oder -programm (BOP). Dabei ist sie mit Kolleg*innen von bfz und gfi an verschiedenen Schulen unterwegs, analysiert mit den Schüler*innen ihre Stärken, die sie dann auch gleich praktisch ausprobieren können. Abkürzungen und lange Namen gehören zur Arbeit hier, das merkt Theresa Schneider schnell, als sie den Job im September 2024 beginnt. Und findet sich genauso schnell zurecht: Dank eines „Welcome Days” für neue Mitarbeitende.
Und dann ist da natürlich die besondere Stimmung an ihrem Arbeitsplatz, in der HK2. „Hier arbeiten so viele unterschiedliche Menschen”, schwärmt die gelernte Erzieherin. In ihrem bisherigen Arbeitsumfeld umgaben sie meist Frauen aus dem sozialen Bereich. In der HK2 läuft ihr auch ein Verkäufer über den Weg, zum Mittagessen geht sie mit einer gelernten Verwaltungsangestellten, am Gang unterhält sie sich mit älteren Handwerker*innen. „Diese Bandbreite ist toll und macht den Austausch lebendig. Unser Umgang hier ist sehr wertschätzend und alle sind total interessiert aneinander.”
Herzlichkeit und Leidenschaft
38 Mitarbeitende arbeiten in der HK2 in sechs Teams zusammen. Sie begleiten rund 900 junge Menschen: in den Klassenzimmern und Werkstätten im Haus oder an den Schulen. Jörg Schellenberger leitet den Lernort. Neue Mitarbeitende melden uns oft positiv zurück, dass wir hier keine Cliquenbildung haben”, berichtet er aus der Erfahrung von Feedbackgesprächen, die er kurz nach ihrer Ankunft mit neuen Kolleg*innen führt. „Sie bemerken eine herzliche Atmosphäre und Leidenschaft, mit der hier gearbeitet wird.”
Theresa Schneider bestätigt das: Sie kenne alle im Haus. Als Grund für den Zusammenhalt vermutet sie auch, dass viele Mitarbeitende in mehreren Bereichen eingesetzt sind. In den Schulferien helfe sie zum Beispiel bei Kursen im Haus aus. Die Fachlehrkräfte unterrichten in den unterschiedlichsten Maßnahmen Azubis mit Unterstützungsbedarf, Schulabgänger*innen auf dem Weg an den Arbeitsmarkt oder junge Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen auf Ausbildungssuche.
Lust auf Gemeinschaft und zu lernen
Highlights sind gemeinsame Aktionen wie Teamcoachings, der jährliche Teamtag und die Weihnachtsfeier. „Auch die Teilzeitkräfte wollen hier unbedingt dabei sein, selbst wenn die Termine außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit liegen”, erzählt Lernortleiter Schellenberger. „Alle hier haben Lust auf Gemeinschaft, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.”