Wir freuen uns, als Mitantragsteller Teil des von der Oberfrankenstiftung geförderten Forschungsprojekts „Zukunft der Pflege in Oberfranken (ZuPf’O)“ zu sein. Mit dem offiziellen Projektstart beginnt ein wichtiger Prozess, der darauf abzielt, die pflegerische Versorgung in Oberfranken nachhaltig zu stärken und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Gemeinsam mit zahlreichen regionalen Akteuren möchten wir neue Wege aufzeigen, wie Pflege in einer sich wandelnden Gesellschaft stabil, qualitätsorientiert und menschlich gestaltet werden kann.
„Die Pflege in Oberfranken braucht Lösungen, die regional gedacht und gemeinsam getragen werden. ZuPf’O bringt dafür die richtigen Akteure an einen Tisch – wir freuen uns, diesen Weg aktiv mitzugestalten.“ – Frau Helfrecht, Standortleitung Bayreuth der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) und der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi).
Unter der Koordination der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Bayreuth haben die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), das Anwendungs- und Forschungszentrum für regionale Gesundheitsversorgung Oberfranken (A&O) und die Universität Bayreuth gemeinsam mit Pflegeträgern, Pflegeschulen und Wohlfahrtsverbänden ein umfassendes Konzept erstellt und erfolgreich durch das Beantragungsverfahren geführt. Die enge Abstimmung vieler Partner hat gezeigt, wie bedeutend eine gemeinsame, vernetzte Herangehensweise für die Zukunft der Pflege ist.
Zum Auftakt des Projekts fanden zwei Workshops im Landratsamt Bayreuth statt. Der erste Workshop diente dazu, aus einem Pool von 68 vorgeschlagenen Maßnahmen jene 26 auszuwählen, die hinsichtlich Anschlussfähigkeit, Wirksamkeit und Realisierbarkeit besonders überzeugend sind. Sie decken ein breites Spektrum an Handlungsfeldern ab:
- Ausbildung
- Fachkräfteentwicklung
- Imageentwicklung
- Innovationen
- Leistungserbringung
- Migration & Integration
- Rahmenbedingungen
Diese Vielfalt zeigt, wie komplex die Herausforderungen in der Pflege sind.
Im zweiten Workshop wurden die priorisierten Maßnahmen vertieft, Arbeitsgruppen gebildet und erste Umsetzungsschritte abgestimmt. Dabei verfolgt ZuPf’O bewusst einen zweigleisigen Ansatz: Einerseits sollen kurzfristige operative Maßnahmen schnell Wirkung zeigen, andererseits werden langfristige, strukturelle Lösungen entwickelt, die die Pflege nachhaltig stabilisieren.
Vertreter*innen der Projektpartner betonen, wie wichtig die Verzahnung von Wissenschaft, Praxis und regionaler Erfahrung ist. Die VdPB hebt hervor, dass die Ergebnisse ihrer Monitoring-Studien nun direkt in ein regionales Großprojekt einfließen. Die Gesundheitsregionplus unterstreicht, wie wertvoll die enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren ist, um passgenaue Lösungen zu entwickeln. Und die wissenschaftlichen Partner von A&O und der Universität Bayreuth weisen darauf hin, dass erst die Kombination aus wissenschaftlicher Analyse und praktischer Expertise die Grundlage für wirklich tragfähige Entscheidungen bildet. In den kommenden Wochen und Monaten nimmt die Projektarbeit richtig Fahrt auf: Maßnahmen werden konkretisiert, Konzepte pilotiert, Ergebnisse evaluiert und erneut angepasst.
Als bfz bringen wir unsere langjährige Erfahrung, unser regionales Netzwerk und unser Wissen rund um Ausbildung, Fachkräfte- und Kompetenzentwicklung aktiv ein. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit allen Projektpartnern einen Beitrag zu leisten, der die Pflege in Oberfranken nachhaltig stärkt – für heute, für morgen und für die kommenden Jahre.