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Qualifizierungsprojekt für Migrant*innen als MVG-Fahrer*innen

Nächste Haltestelle: eine berufliche Zukunft im Fahrdienst. Im Rahmen eines Projekts bilden die MVG mit den bfz und weiteren Kooperationspartner Migrant*innen zu Bus- und U-Bahn-Fahrer*innen aus.

Drei junge Männer stehen vor Bussen der MVG

Bereits vor sieben Jahren startete das Programm der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) mit der Münchener Verkehrsgesellschaft (MVG), der Stadtwerke München (SWM) sowie der Agentur für Arbeit München und dem Jobcenter München. Das Projekt bietet Menschen mit Migrationshintergrund eine berufliche Perspektive, in dem sie zur Fachkraft für den Fahrdienst qualifiziert werden. Gleichzeitig unterstützt es die MVG, dringend benötigtes Personal zu gewinnen.

Seit dem Start 2017 wurden über diese Qualifizierung 41 Busfahrer*innen und 23 U-Bahnfahrer*innen ausgebildet – ein Großteil davon fährt auch immer noch für die MVG. Aktuell befinden sich außerdem weitere angehende Fahrer*innen in der Ausbildung: acht für den Bus, sechs für die U-Bahn und drei für die Tram.

Integration und Erfolg

Barbara Winter, Standortleiterin der bfz München, hebt die Kombination aus Sprach- und Fachqualifizierung hervor, die dem Fachkräftemangel entgegenwirkt und Migrant*innen gute Jobperspektiven bietet. Anette Farrenkopf vom Jobcenter München betont zudem die Bedeutung der Gemeinschaftsleistung für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt.

„Die Gewinnung einer ausreichenden Zahl von neuen Fahrerinnen und Fahrern für den öffentlichen Nahverkehr im Großraum München ist von größter Wichtigkeit für das Funktionieren einer Großstadt,“ sagt Wilfried Hüntelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. „Geflüchtete bilden hierfür ein gutes Potenzial, und mit dem Job-Turbo haben wir uns zum Ziel gesetzt, sie schneller und besser in Arbeit zu bringen. Das MVG-Projekt ist insofern eine Win-Win-Situation und ein tolles Beispiel, wie wir gemeinsam die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt erreichen können!“

Der Ablauf des Programms

Das geförderte Projekt kombiniert Spracherwerb, Qualifizierung und berufliche Tätigkeit. Zunächst lernen die Migrant*innen in einem zwölfwöchigen Sprachkurs Deutsch. Denn Teilnehmende müssen Deutsch auf B2-Niveau beherrschen, um gut kommunizieren zu können. Die anschließende Qualifizierung beginnt mit einer Praktikums- und Orientierungsphase, bestehend aus einem Praktikum im Fahrdienst der MVG und der Fortsetzung des Deutschkurses. Danach gibt es für bis zu 12 Bewerber*innen die Chance einen Ausbildungsplatz als Bus- oder U-Bahnfahrer*in bei der MVG in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Für die Migrant*innen ist das Programm komplett kostenfrei, denn die Finanzierung wird übernommen.

Weitere Informationen zu unserem MVG-Bildungsprodukt: „Berufswunsch Bus-, Tram- oder U-Bahn-Fahrer*in“

Kontakt

Johannes Gaab

Telefon: 089 1895529-14
E-Mail: bbd-m@bfz.de

Einblicke in das Projekt

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