„Endlich wurde erkannt, wie wichtig die Förderung der Basiskompetenzen von Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft ist und ein Budget dafür bereitgestellt”, freut sich Koordinatorin Tanja Höllerer. Mit 20 Milliarden Euro für zehn Jahre ist das Startchancen-Programm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Ministerien auf Landesebene das schwerste Bildungspaket in der deutschen Geschichte. Rund 4.000 Schulen sind dafür ausgewählt und ermitteln aktuell ihre Bedarfe. Zu deren Deckung haben die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) und die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) passgenaue Angebote, die Tanja Höllerer für den Standort Mittelfranken koordiniert.
Lernen in Bewegung oder Strategien gegen Schulstress, Berufsfelder kennenlernen oder Talente stärken: Solche Inhalte können gfi und bfz beispielsweise in punktuellen Workshops oder als festen Bestandteil des Stundeplans an Schulen einbringen. Gut 100 Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen sind in Mittelfranken Teil des Startchancen-Programms. Mit vielen davon ist Tanja Höllerer gerade in Kontakt: Die meisten Schulen analysieren gerade, in welchen Bereichen sie Unterstützung brauchen. Andere legen schon los, wenn ihr Bedarf in den vom Bildungsprogramm vordefinierten Bereichen liegt – Deutsch, Mathe, Sozialkompetenzen, Elternarbeit oder Berufsorientierung.
„Das Feld ist aber weit”, erläutert Höllerer von den Bildungsträger-Schwesterunternehmen gfi und bfz: „Ich habe auch schon von einer Schule erfahren, die sich Sport- und Kulturangebote für Kinder wünscht, die zu Hause viel Zeit am Tablet oder Handy verbringen. Und die meisten Schulen sind total froh, wenn sie personelle Unterstützung bekommen.”
Die gfi kann Assistenzkräfte an die Schulen schicken: Sie stehen Lehrkräften zur Seite und können mit förderbedürftigen Schüler*innen Inhalte in Kleingruppen aufarbeiten, wiederholen und üben. Sozialpädagog*innen der gfi trainieren die Kinder und Jugendlichen zum Beispiel in gewaltfreier Kommunikation, Konfliktlösung oder dem Umgang mit Medien.
„Wenn die Schulen ihre Ziele definiert haben, reichen sie die beim Schulamt ein. Und dann können sie uns kontaktieren: Wir stricken dann gemeinsam Maßnahmen, die perfekt zur jeweiligen Institution und ihren Schüler*innen passt”, so Tanja Höllerer.
Die gfi betreut bayernweit schon jetzt rund 21.000 Kinder und Jugendliche an allen Schularten im Unterricht, im Anschluss an die Schule oder in der Jugendarbeit. „Durch unsere Größe, Erfahrung und unser Wissen können wir professionell und schnell fachlich geeignetes Personal rekrutieren und loslegen”, erklärt Höllerer. Eine optimale Ergänzung sind die Angebote der bfz, die ihren Schwerpunkt auf Berufsorientierung und -vorbereitung legen. „Wir bieten Inhalte von der ersten Klasse bis zum Übertritt in den Beruf und damit eine einzigartige Vielfalt”, so Höllerer. Interessierte Schulen berät sie gern unter +49 911-974769-15 oder per Mail.