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Neu am bfz Mittelfranken

Angela Biller und Lisa Brosig sind seit vier Monaten Koordinatorinnen am bfz-Standort Mittelfranken. Im Interview blicken sie auf ihre ersten Wochen zurück und erklären, was sie eigentlich machen.

News- Foto: Die zwei Koordinatorinnen Angela Biller und Lisa Brosig posieren nebeneinander stehend für das Foto

Angela, Lisa, wie geht es euch? Fühlt ihr euch angekommen?

Angela: Für mich sind die bfz ja nicht ganz neu. Ich habe hier schon einmal sechs Jahre im Jugendbereich gearbeitet, war dann viereinhalb Jahre weg und bin wieder da. Darüber freue ich mich, ich mag die Kolleginnen und Kollegen. Das Arbeitsklima ist sehr freundlich.

Lisa: Ich dagegen bin ganz neu und finde mich noch in meine Rolle ein, da mein Verantwortungsbereich erst mal nicht so klar war und langsam gewachsen ist. Aber genau das war das Schöne, dass ich mich da schon voll einbringen konnte und mir quasi ein Aufgabenpaket selbst geschnürt habe. Diesen Vertrauensvorschuss und die Flexibilität, die man mir hier gegeben hat, schätze ich sehr.

Angela: Genau, diese Selbstverantwortung und die Freiheit, sich seine Arbeit so einzuteilen, wie es für einen persönlich passt, machen einen Teil des Reizes an der Arbeit aus. Und natürlich auch die organisatorischen Aufgaben.

Hattet ihr diese Freiheit vorher nicht?

Angela: Ich habe Sozialpädagogik studiert und in der Regel ist man dann, vor allem, was die Arbeitszeiten betrifft, natürlich von den Bedürfnissen der Klienten abhängig.  

Lisa: Ich bin Erwachsenenpädagogin. Mein Studium hat größtenteils auf die Planung und Konzeption von Bildungsmaßnahmen für Erwachsene vorbereitet. Mein Ziel war daher in jedem Fall, die strategische Ebene anzusteuern. Dass dies dann bedeutet, so viel am Rechner zu sitzen, eher weniger mit Menschen in Kontakt zu sein und viele, viele Tabellen auszufüllen, war mir allerdings nicht so klar. (lacht)

Angela: Diesen Teil meiner Arbeit lege ich mir oft konzentriert auf einen Tag mit wenig Terminen. Den Rest der Woche bin ich an unterschiedlichen Standorten unterwegs oder bei externen Terminen. Ich habe also nach wie vor ganz viel Kontakt zu Menschen und das ist auch gut so.  

Moment, Moment, „Teilkos“ heißt ja „Teilkoordinator*innen“ und ihr seid „Koordinatorinnen“. Mit diesen Begriffen kann man als Außenstehender nicht so richtig etwas anfangen. Wie erklärt ihr euren Job denn in eurem Bekanntenkreis?

Angela (lacht): Ja, die Begriffe versteht wirklich keiner. Ich sage dann, dass ich eine Art Bereichsleiterin bin. In meinem Fall für den Bereich Jugend in Fürth und Erlangen.  

Lisa: Mir geht es ähnlich, ich schildere dann, dass ich die Personalverantwortung und die Etatverantwortung in meinem Bereich habe. Aktuell bin ich für die Maßnahmen für die Erwachsenen in Roth, Weißenburg und Schwabach zuständig – und für die Jugendlichen in Roth.

Was heißt das jetzt konkret? Was umfasst zum Beispiel dein Jugendbereich, Angela?

Angela: Ein gutes Beispiel ist das Berufsorientierungsprogramm (BOP) an Schulen. Hier ist es meine Aufgabe, den Erstkontakt zu einer Schule herzustellen. Dann muss ich mich um die Finanzierung kümmern. Ich muss also Anträge stellen und für andere Maßnahmen Ausschreibungen der Ministerien oder der Bundesagentur für Arbeit im Auge behalten und die Konzepte erstellen.  

Lisa: Bei mir wäre die Planung von LAVA – Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden ein gutes Beispiel. Hier bin ich im ständigen Austausch mit der Agentur für Arbeit und bin für die Konzeption zuständig. In der LAVA werden Menschen gecoacht, die länger als sechs Monate arbeitslos sind, um wieder zurück ins Berufsleben zu finden. Neben unseren festen Mitarbeitenden, die Seminarleitungen, brauchen wir dafür auch freie Coaches. Die engagiere ich und schließe mit ihnen Referentenverträge ab – und ich kümmere mich um Ersatz, wenn mal jemand wegen Krankheit oder so ausfällt.

Angela: Interessant, das mache ich zum Beispiel nur sehr selten. Das machen hauptsächlich meine Teilkos. Ich bin nur für die strategische Gesamtmaßnahmenplanung verantwortlich, um das Tagesgeschäft kümmern sich hauptsächlich die Teilkos.

Lisa: Vielleicht sollte ich auch mehr im Haus unterwegs sein... (lacht). Im Ernst: Da mein Arbeitspaket so nach und nach gewachsen ist, sind wir dabei, mir Teilkoordinator*innen zur Seite zu stellen. Einer ist schon dabei und bald wird eine zweite Person in meinem Team anfangen.

Könnt ihr euch auch gegenseitig unterstützen?

Angela: Wir sind räumlich und auch was die Aufgaben betrifft, in unterschiedlichen Bereichen unterwegs, unterstützen uns aber gegenseitig bei der Einarbeitung und haben viel Kontakt. Mein Arbeitsplatz ist in Fürth und Erlangen, Lisas in Roth und Weißenburg.

Lisa: Ja, wir sind in Kontakt - besuchen Fachveranstaltungen und haben gemeinsam kürzlich eine interne Veranstaltung organisiert.  

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spaß beim Organisieren.

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