Die bfz in Mittelfranken begleiten gerade 30 junge Azubis mit Lernschwierigkeiten auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Berufsabschluss – in einer Reha-Ausbildung oder in einer Berufsausbildung in der außerbetrieblichen Einrichtung (BaE). Bei einem spaßigen Ausflug zum Brombachsee hatten sie nun die Gelegenheit, sich untereinander und ihre sechs pädagogischen Begleiter*innen besser kennenzulernen. „Während der Ausbildung haben die Azubis wenig bis gar keinen Kontakt untereinander. Sie kommen ja in Kleinstgruppen oder einzeln oder in den Förderunterricht“, sagt Ute Böhm, die die Reha-Ausbildung betreut. „Zu sehen, dass es auch andere gibt, die in der gleichen Situation sind, tut aber allen sehr gut.“
Ein Tag voller Bewegung, Begegnung und Beteiligung
Los ging‘s mit einer Rikschafahrt entlang des Brombachsees. „Wir haben viel gelacht und gleichzeitig konnten alle Kommunikation, Koordination und gegenseitige Rücksichtnahme dabei trainieren. Nur dank intensiver Zusammenarbeit konnten wir unser Ziel erreichen.“ Das Ziel: das SAN-shine Camp an der Nordseite des Kleinen Brombachsees. Dort warteten weitere spannende Aktionen wie Bogenschießen oder Pizzabacken auf die Gruppe.
„Beim Bogenschießen konnten die Teilnehmenden unter Anleitung eines erfahrenen Trainers ihre Zielgenauigkeit testen. Konzentration, Körperbeherrschung und Durchhaltevermögen wurden spielerisch gefördert – und einige Talente entdeckt“, ergänzt die Betreuerin, die sich darüber freut, dass alle Gruppen auch beim Pizzabacken kreativ und engagiert waren. „Die Jugendlichen haben tatsächlich eigene Rezeptideen entwickelt. Die Ergebnisse waren wirklich köstlich.“
Ein gelungener Auftakt ins neue Ausbildungsjahr
Für sie ist ein Tag wie dieser äußerst wertvoll, nicht nur weil alle Spaß hatten. „Die Jugendlichen konnten sich in entspannter Atmosphäre begegnen, ihre Stärken zeigen und Vertrauen aufbauen. Die Kombination aus Natur, Bewegung und Genuss hat den Tag zu einem besonderen Erlebnis gemacht – mit nachhaltiger Wirkung für die Gruppendynamik.“
In der Reha-Ausbildung absolvieren junge Menschen mit Förderbedarf eine duale Ausbildung im Betrieb und Berufsschule. Zusätzlich werden sie mit Förderunterricht und sozialpädagogischer Begleitung im beruflichen Alltag unterstützt, motiviert und in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt. Ein gutes Vertrauensverhältnis zu den betreuenden Sozialpädagog*innen und Ausbilder*innen ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig.
Die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) erleichtert jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Sie wird durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit initiiert und begleitet. Denn für viele Jugendliche ist der Weg zur Ausbildung nicht immer geradlinig, und in einigen Fällen kann es erforderlich sein, alternative Wege zu beschreiten, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen.