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Durchstarten in Studium, Beruf und Weiterbildung – mit Unterstützung der Jobbegleiter

Razan Koronful und ihre Söhne haben nach ihrer Flucht aus Syrien dank des Integrationsprojekts beruflich in Deutschland Fuß gefasst.

Teilnehmer*innen des "Jobbegleiter"-Projekts am bfz-Standort Nürnberg in der Außenstelle Schwabach

Geflüchtete und Fachkräfte aus der Europäischen Union bei der beruflichen Integration in Deutschland unterstützen – das ist das Ziel des „Jobbegleiter“-Projekts, das durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gefördert und durch die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) Mittelfranken erfolgreich umgesetzt wird. Seit 2016 haben die Jobbegleiter*innen am Standort rund 950 Teilnehmer*innen in eine Arbeitsstelle, 827 in ein Praktikum und 306 in eine (Weiter-)Qualifizierungsmaßnahme vermittelt. Dazu zählen auch Razan Koronful und ihre Söhne Mohamad Sankar und Saleh Sankar. Die Familie flüchtete im Sommer 2015 aus ihrer syrischen Heimatstadt Aleppo nach Deutschland und kam nach einem kurzen Aufenthalt in der Erstaufnahmestelle in Zirndorf nach Schwabach. Unmittelbar nach ihrer Ankunft absolvierten alle drei einen Deutschkurs, um schnellstmöglich die fremde Sprache zu lernen und in Schwabach Fuß zu fassen. Trotz dieser Bemühungen stellten vor allem die behördlichen Prozesse und die Anerkennung der in Syrien erlangten Qualifikationen große Herausforderungen dar. „Gerade zu Beginn war es oft schwierig, weil wir noch nicht als Flüchtlinge nach der Genfer Konvention anerkannt waren und deshalb nicht arbeiten durften“, berichtet Mohamad Sankar.

„Georg Vollmert war für uns wie das ,Licht am Ende des Tunnels‘“

Über die Integrationsberatung der örtlichen Diakonie lernte die Familie im Jahr 2017 schließlich Georg Vollmert von den bfz Nürnberg kennen. Der Jobbegleiter unterstützte Razan Koronful und ihre Söhne beim Ausfüllen von Formularen und sorgte dafür, dass ihre Zeugnisse und Studienabschlüsse durch die zuständigen Behörden anerkannt wurden. Vollmerts Bemühungen beschleunigten den Integrationsprozess erheblich und trugen wesentlich dazu bei, dass die drei Geflüchteten in Deutschland nachhaltig beruflich Fuß fassen konnten. Mohamad Sankar, der zur Überbrückung zunächst in einem Hotel gearbeitet hatte, fand nach der Anerkennung seines syrischen Studienabschlusses eine Anstellung als Vermessungstechniker in einem Ingenieurbüro. Im Februar dieses Jahres trat er eine Stelle als Vermessungsingenieur in Nürnberg an. Sein Bruder Saleh schloss sein Bachelorstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erfolgreich ab und begann im Herbst 2022 ein vertiefendes Masterstudium. Parallel dazu arbeitet er als Werkstudent in der internen Revision einer Nürnberger Bank. „Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, auch weil ich dort mit Kolleginnen und Kollegen aus vielen unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammenarbeite.“ Razan Koronful, die Mutter der jungen Männer, hatte vor ihrer Flucht in Syrien in der Verwaltung eines großen Unternehmens gearbeitet. Trotz dieser einschlägigen Berufserfahrung und einer Weiterbildung gestaltete sich die Suche nach einer geeigneten Stelle in Deutschland als schwierig. Schließlich absolvierte Koronful eine Qualifizierung zur Tagesmutter und arbeitet seit November 2022 in einer Schwabacher Kinderkrippe.

Bereits seit einiger Zeit besitzen Mohamad und Saleh Sankar den deutschen Pass, bei ihrer Mutter läuft derzeit das Einbürgerungsverfahren. Mittlerweile fühlen sich Schwabach und die Metropolregion Nürnberg für die Familie wie ihre Heimat an – hier haben sie Freunde und Bekannte aus vielen unterschiedliche Nationen und Kulturräumen kennengelernt. Noch immer empfinden sie große Dankbarkeit gegenüber Jobbegleiter Georg Vollmert für dessen Unterstützung bei ihrer beruflichen Integration in Deutschland: „In unserer damaligen Situation war er für uns wie das ,Licht am Ende des Tunnels‘.“

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