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Lernbooster für Reha-Azubis

Dank eines nachgebauten Lagersystems können unsere angehenden Fachlagerist*innen in Roth jetzt mit allen Sinnen auch Theoretisches (be-)greifen.

News- Foto: Eine Box mit mehreren Einschüben dient als Kleinteilelager, darunter liegt ein Blatt Papier

Die bfz Roth hat ein Kleinteilelager für das Verstehen und Üben von theoretischen Grundlagen entwickelt.  Es hilft angehenden Fachlagerist*innen in der Reha-Ausbildung im kooperativen Modell. „Hier können Tätigkeiten wie Inventur, Warenannahme, Belegprüfung und Kommissionieren im Kleinen geübt werden. Auch Fachbegriffe werden, wenn möglich, zum Be-Greifen dargestellt“, erklärt Ute Böhm, die das System entwickelt hat und sich darüber freut, dass es so gut ankommt. „Die Azubis sind begeistert von der Unterstützung und den praktischen Übungen. Das Feedback der Azubis und Lehrkräfte ist durchweg positiv.“ 

Auch Roland Engelhardt, Koordinator der Reha-Ausbildung, ist begeistert. „Da die praktische Abschlussprüfung nicht in den Ausbildungsbetrieben stattfindet, in dem die Azubis täglich mit einem Lagersystem zu tun haben, ist dieses unser neues, kleines Lagersystem eine sehr gute Lösung, um direkt auf die Prüfungssituation vorzubereiten. Mit diesem Lager kann die Fachtheorie ganz praktisch eingeübt werden. Das ist wunderbar.“  

Bei einer so genannten Reha-Ausbildung im kooperativen Modell werden junge Menschen mit fachlicher Nachhilfe und sozialpädagogischer Beratung in ihrer Ausbildung unterstützt, sie werden motiviert und in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt. Dafür schließen sie einen Ausbildungsvertrag mit einem der bfz-Standorte ab. Die Ausbildung selbst findet in einem regulären Betrieb in der Region statt. Die Azubis besuchen die Berufsschule, wie bei jeder anderen dualen Ausbildung auch. „Um die Fachtheorie, die die Azubis in der Berufsschule und im Betrieb vermittelt bekommen, zu verstehen und zu lernen, bekommen unsere Auszubildenden also ergänzend Stütz- und Förderunterricht bei uns. Lücken in der Mathematik werden aufgearbeitet, Sozialkunde erklärt und gelernt“, erläutert Sozialpädagogin Böhm, die in Roth unterrichtet. 

Der Unterricht nutzt generell eine Vielzahl von Materialien und Methoden, darunter Materialien aus der Berufsschule, Fachkundebücher, Internetrecherche, Videos und Übungsaufgaben. Besonderer Wert wird darauf gelegt, alle Sinne anzusprechen und praktische Erfahrungen zu ermöglichen. Er findet in Kleingruppen oder einzeln statt und wird individuell auf die Bedürfnisse der Azubis zugeschnitten. Dank des Stütz- und Förderunterrichts schaffen die meisten Azubis ihre Prüfungen oder Wiederholungsprüfungen. Gefördert wird die Maßnahme von der Agentur für Arbeit, die über Absprachen eng mit eingebunden ist. 

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